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Erfordernis von WiEReG-Änderungsmeldungen / Erstattung erstmaliger Meldungen

05 Dezember 2018

Wenn sich die Angaben zu den wirtschaftlichen Eigentümern einer Gesellschaft ändern, so sind diese Änderungen gemäß § 5 Abs 1 letzter Satz WiEReG zu melden. Die gesetzliche Frist für eine solche Änderungsmeldung beträgt 4 Wochen ab Eintragung im Firmenbuch bzw. ab Kenntnis der Änderung des wirtschaftlichen Eigentümers.

Unter diese Änderungen fallen sowohl Änderungen auf Führungsebene als auch der Gesellschafterstruktur. Auch der Umzug wirtschaftlicher Eigentümer ins Ausland und die Änderung der Stammdaten von im Ausland ansässigen wirtschaftlichen Eigentümern (wie Name, Adresse, Staatsbürgerschaft) sind Auslöser der Pflicht zur Abgabe einer Änderungsmeldung.

Wird die 4-wöchige Meldefrist nicht eingehalten, macht man sich eines Finanzvergehens schuldig. Die Strafen betragen bis zu EUR 200.000 (Vorsatz) bzw. EUR 100.000 (grobe Fahrlässigkeit).

Noch nicht erstattete Meldungen sollten schnellstmöglich durchgeführt werden. Nachdem das BMF Mitte August Zwangsstrafandrohungen unter Setzung einer dreimonatigen Frist versendet hat, bleibt nur noch bis Anfang Dezember Zeit, um die erstmalige Meldung abzugeben.

Ansprechpartner:
Mag. Viktoria Baumgartner
viktoria.baumgartner@bdo.at