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Aktuelles:

Verlängerung der Corona-Kurzarbeit Phase 3

06 August 2020

Die wichtigsten Grundsätze über die neue Phase 3 wurden bereits von der Bundesregierung und den Sozialpartnern kommuniziert. Die weiteren Details sollen in den nächsten Tagen vorliegen.

  1. Verlängerung der Kurzarbeit um weitere sechs Monate ab 1. Oktober 2020
    Die derzeit geltende Corona-Kurzarbeit (Phase 2) wird bis 30. September 2020 für alle Betriebe fortgeführt. Danach wird die Corona-Kurzarbeit für weitere sechs Monate von 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 verlängert (Phase 3). Eine Verlängerungum weitere sechs Monate ab 1. April 2021 wird aufgrund der besonderen Betroffenheit in bestimmten Branchen notwendig sein und soll zeitgerecht eingeleitet werden.
     
  2. Vergütung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beträgt weiterhin 80/85/90% des Nettolohns
    Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten weiterhin 80, 85 oder 90% des Nettolohns vor Kurzarbeit. Lohnerhöhungen wie beispielsweise KV-Erhöhungen und Biennalsprünge werden bei der Vergütung der Kurzarbeit berücksichtigt.
     
  3. Alle Mehrkosten werden den Unternehmen weiterhin ersetzt
    Arbeitgeber zahlen die anteiligen Kosten für die anfallende Arbeit (Arbeitsentgelt). Kosten für entfallende Arbeitsstunden inkl. aller Lohnnebenkosten und Krankenstände werden wie bisher vom AMS voll vergütet.
     
  4. Standardisiertes Verfahren zur Überprüfung der wirtschaftlichen Betroffenheit
    Das Genehmigungsverfahren bleibt beim unbürokratischen verkürzten Verfahren. Der Sozialpartnervereinbarung ist eine Prognoserechnung anzuschließen, die die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens berücksichtigt und durch einen Dritten bestätigt werden soll.
     
  5. Nicht-Arbeitszeit soll für Weiterbildung genutzt werden
    Für Arbeitnehmende besteht eine verpflichtende Weiterbildungsbereitschaft in der Nicht-Arbeitszeit. Die Weiterbildung findet in der vom AMS vergüteten Ausfallszeit statt und wird durch das AMS gemeinsam mit dem Betrieb abgewickelt. Sie kann jederzeit beginnen. Die Kosten der Maßnahmen werden zu 60% vom AMS gefördert. Weiterbildungsmaßnahmen können bei Bedarf des Unternehmens unterbrochen werden. Arbeitnehmer/innen können die Weiterbildung in diesem Fall innerhalb von 18 Monaten nachholen.  
     
  6. Arbeitszeit kann zwischen 30% und 80% betragen
    Die Arbeitszeit kann bis auf 30% reduziert werden und kann maximal 80% betragen. Der Durchrechnungszeitraum beträgt sechs Monate. In Sonderfällen (z.B. Stadthotellerie) kann die Arbeitszeit von 30% unterschritten werden.
     
  7. Die Behaltepflicht nach Kurzarbeit beträgt weiterhin ein Monat
     
  8. Verlängerung der Kurzarbeit mit geringerem Personalstand
    Die Sozialpartner erarbeiten transparente und unbürokratische Lösungen - für den Fall, dass Betriebe die Kurzarbeit nur mit geringerem Personalstand fortführen können.
     
  9. Lehrlingsausbildung während Kurzarbeit sicherstellen
    Die ordnungsgemäße Ausbildung von Lehrlingen wird auch für Betriebe, die sich lange in Kurzarbeit befinden, sichergestellt.


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