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Termin 30. September 2016

10 Oktober 2016

SPENDENBEGÜNSTIGTE EINRICHTUNGEN

Für den Verbleib in der Liste der spenden­begünstigten Vereine haben spendenbe­günstigte Einrichtungen binnen 9 Monaten nach dem Abschlussstichtag jährlich dem Finanzamt Wien 1/23 die Bestätigung eines Wirtschaftsprüfers vorzulegen, worin nach Durchführung einer Prüfung des Rechnungs- oder Jahresabschlusses das Vorliegen der Voraussetzungen bestätigt wird.


ELEKTRONISCHE EINREICHUNG DES JAHRESABSCHLUSSES VON KAPITALGESELLSCHAFTEN

Grundsätzlich sind die Jahresab­schlüsse von Kapitalgesellschaften innerhalb von 9 Monaten nach dem Bilanzstichtag durch Einreichung in elektronischer Form beim Firmenbuch offen zu legen.

Die Vorschriften gelten auch für sogenannte verdeckte Kapitalgesellschaften (das sind Personengesellschaften, bei denen keine natürliche Person persönlich haftet), Zweig­niederlassungen ausländischer Kapitalgesell­schaften und bestimmte Genossenschaften. Für Kapitalgesellschaften mit Bilanzstichtag 31.12.2015 endet die Offenlegungspflicht daher am 30.9.2016. Wird die Verpflichtung zur Einreichung nicht fristgerecht erfüllt, droht eine automatische Zwangsstrafe beginnend mit 700 Euro, die jedem Geschäftsführer und auch der Gesellschaft selbst vorgeschrieben und auch mehrmals (im Zweimonatsrhythmus) verhängt werden kann. Organe von mittelgroßen Kapital­gesellschaften müssen mit 2.100 Euro rechnen, jene von großen Kapitalgesellschaf­ten sogar mit 4.200 Euro. Im Falle der mehr­maligen Verhängung können die Zwangsstra­fen bei mittelgroßen Kapitalgesellschaften bis zum Dreifachen, bei großen Gesellschaf­ten sogar bis zum Sechsfachen angehoben werden. Bei Kleinstkapitalgesellschaften beträgt die automatische Mindestzwangs­strafe nur 350 Euro (laut OGH 6 Ob 37/16h gilt dies aber erst im Jahr 2017).

Die Eingabegebühr beträgt bei elektroni­scher Einreichung für eine GmbH 32 Euro und für eine AG 145 Euro, die Eintragungs­gebühr beträgt 20 Euro. Insgesamt betragen damit die Gebühren für einen elektronisch übermittelten Jahresabschluss bei einer GmbH 52 Euro und bei einer AG 165 Euro. Die Eintragungsgebühr von 20 Euro entfällt bei freiwilliger elektronischer Einreichung durch Kleinstkapital-gesellschaften (Um­satzerlöse in den 12 Monaten vor dem Ab­schlussstichtag von bis zu 70.000 Euro), wenn die Einreichung innerhalb von 6 Mona­ten nach dem Bilanzstichtag erfolgt. Bei Ein­reichung in Papierform wird zusätzlich ein Zuschlag von 17 Euro vorgeschrieben.


UMGRÜNDUNGEN

Umgründungsvorgänge rückwirkend zum Stichtag 31.12.2015 müssen bis 30.9.2016 beim Firmenbuch bzw. beim zuständigen Finanzamt angemeldet werden.
 

VORSTEUERERSTATTUNG

Die Möglichkeit der Erstattung von Vor­steuern 2015 in EU-Mitgliedsländern via FinanzOnline endet am 30.9.2016. Dabei zu beachten wäre, dass grundsätzlich der Erstattungszeitraum mindestens drei Monate und maximal ein Kalenderjahr umfasst. Als Mindesterstattungs-beträge bei einem Ka­lenderjahr gelten 50 Euro und beim Drei­monatszeitraum 400 Euro. Frist und Modus für die Erstattung sind bei allen EU-Ländern gleich. Unterschiede gibt es dort, wo lokal unterschiedliche Bestimmungen den Vorsteu­erabzug betreffend, gelten. Das sind häufig Verpflegungs- und Bewirtungsaufwand, Hotelkosten, PKW-Aufwendungen.


HERABSETZUNG DER STEUERVORAUSZAHLUNGEN

Ein Herabsetzungsantrag für die laufenden Vorauszahlungen an Ein­kommen- und Körperschaftsteuer 2016 kann letztmalig bis 30.9.2016 gestellt werden. Dem Antrag sollte vorsorglich auch eine Pro­gnoserechnung für 2016 angeschlossen wer­den. Danach besteht nur mehr die Möglich­keit, die am 15.11.2016 fällige Vorauszah­lung durch Stundungs- oder Ratenansuchen hinauszuschieben. Übrigens: für die Beiträge zur Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft kann bis zum Jahresende ein Her­absetzungsantrag gestellt werden, wenn der voraussichtliche Gewinn unter der vorläufi­gen Beitragsgrundlage liegt.


ARBEITNEHMERVERANLAGUNG 2015

All jene Arbeitnehmer und Pensionisten, die entweder von mehreren Arbeitgebern oder pensionsauszahlenden Stellen Bezüge erhalten haben, oder bei denen ein Alleinverdiener- /Alleinerhalterabsetzbetrag / er­höhter Pensionistenabsetzbetrag bei der Lohnverrechnung zu Unrecht berücksichtigt wurde, müssen bis 30.9. ihre Arbeitnehmer­veranlagung (Formular L1) einreichen. Die mit der Steuerreform 2015/16 vorgesehene antragslose Arbeitnehmerveranlagung gilt erst für Veranlagungen des Jahres 2016 im Falle einer Gutschrift.


ANSPRUCHSVERZINSUNGEN AB 1.10.2016

Ab 1.10.2016 werden für Nachzahlungen bzw. Gutschrif­ten aus der Einkommen- und Körperschaft­steuerveranlagung 2015 Anspruchszinsen (derzeit 1,38 %) verrechnet. Wer für 2015 mit einer Steuernachzahlung rechnen muss, kann die Vorschreibung von Anspruchszinsen durch eine freiwillige Anzahlung in Höhe der zu erwartenden Steuernachzahlung ver­meiden. Anspruchszinsen unter 50 Euro wer­den nicht vorgeschrieben (Freigrenze).

Hinweis: Anspruchszinsen sind ertragsteuer­lich neutral. Zinsenaufwendungen sind daher steuerlich nicht absetzbar, Zinserträge dafür steuerfrei. In Anbetracht des derzeitig nie­drigen Zinsniveaus kann es sich lohnen, die Abgabe der Steuererklärung hinauszuschie­ben, wenn man eine Gutschrift erwartet. Die Anspruchszinsen von 1,38 % entsprechen einer Verzinsung vor Abzug der 27,5%igen KESt von immerhin 1,9 %!