Anforderungen und Auswahl: Erfolgreiche Softwareprojekte im Mittelstand

Zur optimalen Softwareauswahl mit Requirements Engineering


Veröffentlicht: 
Ansprechperson(en): Markus Hickl
Die Einführung neuer Software zählt zu den wichtigsten – aber auch risikoreichsten – IT-Investitionen im Mittelstand. Fehlentscheidungen können nicht nur erhebliche Kosten für Sie verursachen, sondern auch die Effizienz von Prozessen gefährden und Innovationen bremsen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig in professionelles Requirements Engineering und eine strukturierte Softwareauswahl zu investieren. Diese Schritte legen das Fundament für nachhaltigen Erfolg. Requirements Engineering ist der Prozess, mit dem Anforderungen systematisch erfasst, analysiert, dokumentiert und verwaltet werden. Obwohl dieser Prozess sehr technisch klingt, ist er von strategischer Bedeutung. Denn nur wer genau weiß, was die Software leisten soll, kann passende Lösungen finden und die Implementierung erfolgreich steuern.

 

Ihre Vorteile durch systematisches Requirements Engineering als Mittelständler:in

  • Klar definierte Projektziele: Anhand einer detaillierten Anforderungsliste wissen alle Beteiligten, was zu erreichen ist.
  • Weniger Fehlentwicklungen: Präzise Vorgaben reduzieren das Risiko von Fehlentscheidungen.
  • Geringere Reibungsverluste: Eine enge Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen und IT sorgt für optimale Abläufe.
  • Höhere Nutzer:innenakzeptanz: Wenn die Software den tatsächlichen Bedürfnissen entspricht, steigt die Akzeptanz bei den Endanwender:innen.


Die wichtigsten Anforderungstypen für Ihre Software im Überblick

Um sicherzustellen, dass die ausgewählte Software den spezifischen Bedürfnissen Ihres Unternehmens gerecht wird, müssen verschiedene Anforderungstypen systematisch erfasst und berücksichtigt werden. Ein vollständiger Anforderungskatalog im Mittelstand sollte folgende Aspekte abdecken:
  • Funktionale Anforderungen: Was soll das System konkret tun?
  • Nicht-funktionale Anforderungen: Wie gut soll es das tun? (Performance, Sicherheit, Usability)
  • Benutzer:innenanforderungen: Was erwarten die Endanwender:innen?
  • Geschäftsanforderungen: Welche Ziele verfolgt das Unternehmen und wie kann es dabei durch die Software unterstützt werden?
  • Technische Anforderungen: Welche Infrastruktur ist vorhanden oder notwendig? (Hardware, Softwareumgebungen, Integrationsmöglichkeiten)
  • Regulatorische Anforderungen: Welche Normen und Gesetze sind zu beachten?


Der Prozess: So gelingt professionelles Requirements Engineering

Damit Sie Ihre Softwareprojekte erfolgreich realisieren, ist ein strukturiertes Vorgehen im Requirements Engineering unerlässlich. Durch eine klare und methodische Vorgehensweise kann Ihr Unternehmen sicherstellen, dass die entwickelte Software den tatsächlichen Bedürfnissen entspricht und somit die Grundlage für effiziente Abläufe und langfristigen Erfolg bildet. Folgende Schritte werden für ein professionelles Requirements Engineering empfohlen:
  1. Anforderungen erheben: Nutzen Sie Workshops, Interviews oder Beobachtungen, um die Bedürfnisse an die Software zu sammeln.
  2. Analysieren und priorisieren: Bestimmen Sie, welche Anforderungen kritisch sind und welche als „Nice-to-have“ gelten.
  3. Dokumentieren: Halten Sie die Anforderungen z.B. im Lasten- oder Pflichtenheft fest.
  4. Validieren: Stimmen Sie die Anforderungen gemeinsam mit allen Beteiligten ab.
  5. Änderungen managen: Anforderungen sind dynamisch und erfordern klare Strukturen.


7 Schritte zur erfolgreichen Softwareauswahl im Mittelstand

Sobald klar ist, was die Software leisten muss, beginnt die Suche nach der passenden Lösung. Der Markt ist groß, und viele Angebote erscheinen auf den ersten Blick ähnlich. Daher ist ein objektiver Auswahlprozess unerlässlich, der sowohl geschäftliche als auch technische Anforderungen berücksichtigt.
  1. Bewertungskriterien definieren: Legen Sie fest, was wichtig ist – Funktionalität, Kosten, Integration?
  2. Anbieterrecherche starten: Nutzen Sie Online-Ressourcen, Empfehlungen oder die Unterstützung von Expert:innen.
  3. Ausschreibungen erstellen: Verfassen Sie RFI (Informationsanfrage) oder RFP (detaillierte Angebotsanfrage).
  4. Angebote vergleichen: Nutzen Sie die definierten Bewertungskriterien zur objektiven Beurteilung.
  5. Shortlist und Demos: Wählen Sie Favoriten aus und testen Sie diese anhand eigener Use Cases.
  6. Due Diligence: Prüfen Sie die Anbieter hinsichtlich Referenzen, Stabilität und Service.
  7. Vertragsverhandlung: Sichern Sie sich Preise, Leistungen und Service-Level.


Typische Fehler im Mittelstand

Gerade im Mittelstand treten häufig folgende Fehler auf:
  • Anforderungen sind vage oder unvollständig.
  • Fachabteilungen werden zu spät einbezogen.
  • Nicht-funktionale Anforderungen (z. B. Usability, Performance) werden vergessen.
  • Anbieter werden nach Bauchgefühl statt nach objektiven Kriterien gewählt.
  • Änderungen im Projektverlauf werden schlecht gemanagt.
  • Nur Lizenzkosten werden betrachtet – nicht die Total Cost of Ownership (TCO).


Fazit: Wer strukturiert plant, führt Software erfolgreicher ein

Für den Mittelstand gilt: Eine klare Definition der Anforderungen und eine fundierte Softwareauswahl machen den Unterschied. Beides zusammen bildet die Basis für effiziente Prozesse, höhere Mitarbeiter:innenzufriedenheit und langfristige Wettbewerbsvorteile.
Unser Tipp: Holen Sie sich gezielte Unterstützung. Als unabhängige IT-Beratung für den Mittelstand begleiten wir Sie durch alle Phasen – vom ersten Anforderungsworkshop bis zur finalen Auswahlentscheidung. Wir bieten Ihnen eine unabhängige, praxiserprobte Beratung auf Augenhöhe, damit Ihre Softwareprojekte erfolgreich umgesetzt werden. Nutzen Sie die Chance, teure Fehlinvestitionen zu vermeiden und Ihre Softwareprojekte auf Schiene zu bringen!


 

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