FFG-Förderung: Bis zu EUR 1,5 Mio. pro Projekt für Schlüsseltechnologien im produktionsnahen Umfeld


Veröffentlicht: 
Ansprechperson(en): Eva Martischnig
Die FFG hat für Ende 2026 eine neue Ausschreibung „Schlüsseltechnologien im produktionsnahen Umfeld“ angekündigt. Damit wird – nach dem Förderprogramm „Industrielle Schlüsseltechnologien – Leitbetriebe 2030“ der aws ein weiterer Baustein der österreichischen Industriestrategie sichtbar. Wir haben die bislang bekannten Eckpunkte für Sie zusammengefasst.

Während die aws-Förderung vor allem investitions- und umsetzungsnahe Vorhaben adressiert, fokussiert sich die geplante FFG-Förderung mit dem Ausschreibungszeitraum 30.9.26 - 28.1.27 auf forschungs- und entwicklungsorientierte Projekte. Diese sollen kooperativ gestaltet werden und einen Bezug zur industriellen Produktion haben. Im Zentrum stehen die Schlüsseltechnologien Advanced Materials, Robotik, Photonik und Quantentechnologien. Laut FFG zielt die Förderung darauf ab, die Produktion in Österreich zu stärken, insbesondere durch höhere Technologiesouveränität, Resilienz sowie Beiträge zur digitalen und grünen Transformation.

 

Förderbedingungen: Quote, Konsortium und Maximalbetrag

Die Förderung setzt eine Kooperation eines österreichischen Unternehmens mit zumindest alternativ einem KMU, einer Forschungseinrichtung oder einer Organisation aus einem anderen EU- bzw. EWR-Mitgliedstaat voraus. Die Förderquote beträgt bis zu 85% (in der experimentellen Entwicklung bis zu 60%), hängt jedoch von Organisationstyp und Forschungskategorie ab. Die maximale Förderung pro Projekt liegt bei EUR 1,5 Mio.

Die Förderung ist eine Neuauflage der Ausschreibung aus 2025, die auf die Weiterentwicklung digitaler und industrieller Schlüsseltechnologien, Ressourceneffizienz, Automatisierung, hochwertige Produkte, Technologiesouveränität sowie Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit österreichischer Unternehmen abzielte. Diese förderte Projekte in industrieller Forschung bzw. experimenteller Entwicklung mit einer Laufzeit von bis zu 36 Monaten. Eine ähnliche Ausgestaltung für 2026 ist möglich – abzuwarten bleibt jedoch die Veröffentlichung des Ausschreibungsleitfadens.

 

Antrag vorbereiten: Schritte für F&E-Projekte 2026

Für Unternehmen, die die - im Rahmen der Industriestrategie definierten - 3 Schlüsseltechnologien vorantreiben, lohnt es sich, die Sommermonate zu nutzen, um potenzielle Projektideen zu prüfen. Entscheidend sind neben der thematischen Passung die Konsortialstruktur, der F&E-Gehalt sowie der Beitrag zur Stärkung der Produktion in Österreich durch Technologiesouveränität, Resilienz bzw. Beitrag zur digitalen oder grünen Transformation.

Gerade bei kooperativen F&E-Projekten ist es sinnvoll, ausreichend Zeit für die Vorbereitung einzuplanen. So können geeignete Partner gefunden, Rollen und Kostenanteile abgestimmt sowie Arbeitspakete definiert werden. Wer erst nach Veröffentlichung des Leitfadens mit der Vorbereitung beginnt, verliert wertvolle Zeit.

 

Lohnt sich die FFG-Förderung auch für Ihr Projekt?

Obwohl die geplante FFG-Ausschreibung noch nicht final ausgestaltet ist und Änderungen möglich sind, zeigt sich, dass die Industriestrategie der Bundesregierung weiter Einfluss auf die Förderlandschaft hat. Österreich setzt die Förderung von Schlüsseltechnologien fort. Für Unternehmen mit produktionsnahen F&E-Projekten in den relevanten Bereichen lohnt es sich daher, bereits jetzt eine mögliche Einreichung vorzubereiten.

Die Förderexpert:innen von BDO rund um Eva Martischnig stehen Ihnen für Fragen und den Austausch zu geeigneten Förderinstrumenten sowie zur Einordnung von Projektideen gerne zur Verfügung.

Ansprechperson(en)