Die österreichische Förderlandschaft stand im Jahr 2025 unter besonderen Vorzeichen. Nach den außergewöhnlichen Fördervolumina der Krisen- und Transformationsjahre sowie dem deutlichen Rückgang des Gesamtfördervolumens im Jahr 2024 setzte sich die Entwicklung der öffentlichen Förderpolitik in Richtung einer stärkeren Schwerpunktsetzung fort. Gleichzeitig blieb der Bedarf an öffentlichen Unterstützungsmaßnahmen hoch: Die anhaltend schwache Konjunktur, zurückhaltende Unternehmensinvestitionen sowie die großen Herausforderungen der ökologischen und digitalen Transformation sorgten weiterhin für eine hohe Nachfrage nach Förderungen.
Die Bilanz der 3 größten Förderstellen Österreichs – FFG, aws und KPC – verdeutlicht diese Entwicklung. Während einzelne Programme aufgrund budgetärer Restriktionen eingeschränkt wurden, konnten andere Bereiche ausgebaut werden. Insgesamt zeigt sich ein Förderwesen, das sich zunehmend von einer breit angelegten Mittelvergabe hin zu einer strategischeren Ausrichtung auf Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und industrielle Transformation entwickelt.
Nachdem das kumulierte Fördervolumen der 3 größten Förderstellen im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um rund 25% eingebrochen war, zeigt sich 2025 wieder eine leichte Gegenbewegung. Mit insgesamt rund EUR 5,49 Mrd. an Förder- und Finanzierungsvolumen wurde das Vorjahresniveau um rund EUR 500 Mio. beziehungsweise 10% übertroffen. Dennoch bleibt die Förderlandschaft weiterhin deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023. Während die FFG trotz anhaltend hoher Nachfrage einen weiteren Rückgang der bewilligten Mittel verzeichnete, konnten aws und KPC ihre Leistungen gegenüber dem Vorjahr ausweiten. Die Ursachen hierfür liegen jedoch nicht primär in einer verbesserten budgetären Ausstattung, sondern vielmehr in einer Verschiebung der politischen und wirtschaftlichen Schwerpunktsetzungen. Die verfügbaren Budgets werden restriktiver gesteuert und stärker auf ausgewählte Zukunftsfelder konzentriert.
Gerade dieser starke Nachfrageüberhang macht jedoch die zunehmende Ressourcenknappheit sichtbar. Während im Jahr 2024 bereits 26% der eingereichten Anträge beziehungsweise ein Fördervolumen von EUR 356 Mio. aus Budgetgründen nicht berücksichtigt werden konnten, stieg dieser Anteil 2025 nochmals deutlich an. Insgesamt mussten 34% aller qualitativ förderwürdigen Projekte mit einem Fördervolumen von rund EUR 430 Mio. beziehungsweise 760 Projekte aufgrund fehlender Mittel abgelehnt werden.
Parallel dazu erfolgte eine strategische Neuausrichtung. Im Mittelpunkt stehen zunehmend Schlüsseltechnologien wie KI, Quantentechnologien und andere innovationsgetriebene Zukunftsfelder. Nach Angaben der FFG adressieren bereits rund zwei Drittel der geförderten Projekte ausschließlich solche Schlüsseltechnologien. Unterstützt wird dieser Kurs durch die Industriestrategie 2035 der Bundesregierung, die für die Jahre 2026 bis 2029 rund EUR 2,6 Mrd. für entsprechende Technologiefelder vorsieht. Bereits 2025 ausgelaufen sind hingegen Förderungen wie die Energiekostenpauschale bzw. Elektromobilitätsförderungen, die nicht zum Kernbereich der FFG gehören.
Vor diesem Hintergrund konzentrierte sich die aws verstärkt auf Instrumente, von denen man sich eine hohe Hebelwirkung verspricht. Besonders sichtbar wird dies bei den Garantien. Das garantierte Obligo stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 26% auf EUR 300 Mio., während die Anzahl der Garantiezusagen um knapp 13% auf 846 Fälle zunahm. Hintergrund dieser Entwicklung ist die politische Zielsetzung, budgetschonende Instrumente wie Garantien, Kredite und Haftungen künftig stärker einzusetzen. Gleichzeitig wurden Garantieobergrenzen angehoben und die Konditionen für Unternehmen verbessert.
Inhaltlich standen 2025 erneut Zukunftstechnologien und industrielle Transformation im Mittelpunkt. Die aws intensivierte ihre Aktivitäten in Bereichen wie KI, Mikroelektronik, Halbleitertechnologien und internationale Innovationsprogramme. Im Rahmen des European Chips Act wurde der erste Fördervertrag abgeschlossen und umgesetzt. Auch das europäische IPCEI-Programm, das die aws in Kooperation mit der FFG abwickelt, entwickelte sich weiter: Für mehrjährige Forschungs- und Industrieprojekte sind mittlerweile Fördermittel von rund EUR 364 Mio. vertraglich gebunden.
Die aws positioniert sich damit zunehmend als zentrale Finanzierungs- und Transformationspartnerin für den Wirtschaftsstandort Österreich. Im Vordergrund stehen weniger breit gestreute Förderprogramme als vielmehr Instrumente zur Stärkung von Wachstum, Innovation und industrieller Wettbewerbsfähigkeit.
Die Ursachen für diesen Erfolg liegen vor allem in der weiterhin hohen Nachfrage nach klima- und umweltpolitischen Förderungsmaßnahmen. Die Förderungen für den Einsatz erneuerbarer Energieträger in der betrieblichen Wärmeversorgung entwickelten sich zu einem der wichtigsten Programme des Jahres. Damit konnten 2025 Investitionen von EUR 678 Mio. (im Vergleich zu EUR 635 Mio. im Vorjahr) in Projekte wie Fernwärme, thermische Solaranlagen oder Geothermie ermöglicht werden.
Auch andere Programme stießen auf außergewöhnlich hohe Nachfrage. Der Biodiversitätsfonds war mehrfach überzeichnet, während der Reparaturbonus bis Mai 2025 aufgrund ausgeschöpfter Fördermittel gestoppt werden musste. Gleichzeitig wurden andere Fördertöpfe, etwa im Rahmen der Kreislaufwirtschaft (EUR 43,3 Mio. von EUR 61 Mio. vergeben) oder der Transformation der Industrie (EUR 247,3 Mio. von EUR 400 Mio.), nicht vollständig ausgeschöpft.
Die KPC selbst weist jedoch auf die Herausforderungen der kommenden Jahre hin. Aufgrund der Konsolidierung des Bundeshaushalts werden die verfügbaren Förderungsbudgets künftig niedriger ausfallen als in den Rekordjahren 2023 bis 2025. Entsprechend wird erwartet, dass die außergewöhnlich hohen Förderungszusicherungen des Jahres 2025 in den kommenden Jahren nicht wieder erreicht werden können.
Im Jahr 2025 setzte sich dieser Wandel fort. Die Förderpolitik orientiert sich zunehmend an strategischen Zukunftsfeldern wie Digitalisierung, Schlüsseltechnologien, Industriepolitik, Energieeffizienz und Klimaschutz. Gleichzeitig wurden Budgetgrenzen bei hoher Nachfrage sichtbar. Die FFG verzeichnet hohe Nachfrage bei begrenzten Mitteln, die aws fokussiert sich verstärkt auf budgetschonende Finanzierungsinstrumente und die KPC muss ihre Programme zunehmend unter restriktiveren Budgetbedingungen steuern.
Damit zeichnet sich folgender Trend ab: Die österreichische Förderpolitik entwickelt sich weg von einer breit angelegten Agenda hin zu einem stärker priorisierten System, in dem die strategische Wirkung öffentlicher Mittel zunehmend im Vordergrund steht. Förderungen bleiben ein zentrales wirtschaftspolitisches Instrument, ihre Vergabe erfolgt jedoch immer stärker entlang politischer Zielsetzungen, technologischer Schwerpunkte und nachweisbarer Wirkungsbeiträge.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass Förderanträge künftig nicht nur formal korrekt, sondern vor allem inhaltlich sowie strategisch überzeugend sein müssen. Die Fähigkeit, Innovationsgehalt, Transformationswirkung und volkswirtschaftlichen Nutzen eines Projekts nachvollziehbar darzustellen, wird zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Wettbewerb um öffentliche Fördermittel.
Anmerkung: Die Kennzahlen entsprechen aufgrund unterschiedlicher Berichtssystematiken der Förderstellen (Fördervolumen, Finanzierungsleistung, Zusagenvolumen) den jeweils in den Jahresberichten ausgewiesenen Gesamtwerten und sind daher als indikative Gesamtbetrachtung der österreichischen Förderlandschaft zu verstehen.
Die Bilanz der 3 größten Förderstellen Österreichs – FFG, aws und KPC – verdeutlicht diese Entwicklung. Während einzelne Programme aufgrund budgetärer Restriktionen eingeschränkt wurden, konnten andere Bereiche ausgebaut werden. Insgesamt zeigt sich ein Förderwesen, das sich zunehmend von einer breit angelegten Mittelvergabe hin zu einer strategischeren Ausrichtung auf Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und industrielle Transformation entwickelt.
| Förderstelle | 2023 | 2024 | 2025 | Veränderung 2024–2025 absolut | Veränderung 2024–2025 relativ |
| FFG | EUR 1,8 Mrd. | EUR 1,23 Mrd. | EUR 0,88 Mrd. | - EUR 0,35 Mrd. | -28,6% |
| aws | EUR 3,2 Mrd. | EUR 0,89 Mrd. | EUR 1,61 Mrd. | + EUR 0,72 Mrd. | +80,1% |
| KPC | EUR 1,7 Mrd. | EUR 2,87 Mrd. | EUR 3,02 Mrd. | + EUR 0,13 Mrd. | +4,5% |
| Gesamt | EUR 6,7 Mrd. | EUR 4,99 Mrd. | EUR 5,49 Mrd. | + EUR 0,50 Mrd. | +10,0% |
Nachdem das kumulierte Fördervolumen der 3 größten Förderstellen im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um rund 25% eingebrochen war, zeigt sich 2025 wieder eine leichte Gegenbewegung. Mit insgesamt rund EUR 5,49 Mrd. an Förder- und Finanzierungsvolumen wurde das Vorjahresniveau um rund EUR 500 Mio. beziehungsweise 10% übertroffen. Dennoch bleibt die Förderlandschaft weiterhin deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023. Während die FFG trotz anhaltend hoher Nachfrage einen weiteren Rückgang der bewilligten Mittel verzeichnete, konnten aws und KPC ihre Leistungen gegenüber dem Vorjahr ausweiten. Die Ursachen hierfür liegen jedoch nicht primär in einer verbesserten budgetären Ausstattung, sondern vielmehr in einer Verschiebung der politischen und wirtschaftlichen Schwerpunktsetzungen. Die verfügbaren Budgets werden restriktiver gesteuert und stärker auf ausgewählte Zukunftsfelder konzentriert.
FFG: Innovationsdynamik auf Rekordniveau, Budgetgrenzen werden sichtbar
Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft blickt auf ein Jahr mit hoher Nachfrage zurück. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und einer schwachen Konjunktur blieb die Innovationsbereitschaft österreichischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen ungebrochen. Im Jahr 2025 bewilligte die FFG Förderungen in Höhe von EUR 878 Mio., wobei rund zwei Drittel davon auf Unternehmen entfielen. Gleichzeitig stieg das Antragsvolumen, insbesondere durch den Einfluss von KI, deutlich auf 1,8 Mrd. Euro.Gerade dieser starke Nachfrageüberhang macht jedoch die zunehmende Ressourcenknappheit sichtbar. Während im Jahr 2024 bereits 26% der eingereichten Anträge beziehungsweise ein Fördervolumen von EUR 356 Mio. aus Budgetgründen nicht berücksichtigt werden konnten, stieg dieser Anteil 2025 nochmals deutlich an. Insgesamt mussten 34% aller qualitativ förderwürdigen Projekte mit einem Fördervolumen von rund EUR 430 Mio. beziehungsweise 760 Projekte aufgrund fehlender Mittel abgelehnt werden.
Parallel dazu erfolgte eine strategische Neuausrichtung. Im Mittelpunkt stehen zunehmend Schlüsseltechnologien wie KI, Quantentechnologien und andere innovationsgetriebene Zukunftsfelder. Nach Angaben der FFG adressieren bereits rund zwei Drittel der geförderten Projekte ausschließlich solche Schlüsseltechnologien. Unterstützt wird dieser Kurs durch die Industriestrategie 2035 der Bundesregierung, die für die Jahre 2026 bis 2029 rund EUR 2,6 Mrd. für entsprechende Technologiefelder vorsieht. Bereits 2025 ausgelaufen sind hingegen Förderungen wie die Energiekostenpauschale bzw. Elektromobilitätsförderungen, die nicht zum Kernbereich der FFG gehören.
aws: Rückkehr zu Wachstum und Fokus auf industrielle Transformation
Die Austria Wirtschaftsservice GmbH präsentierte 2025 eine deutlich positivere Entwicklung als im Vorjahr. Nachdem das Fördervolumen 2024 auf EUR 892,6 Mio. zurückgegangen war, was auf die geringere Investitionsfreudigkeit der Unternehmen und die damit verringerte Nachfrage nach Unternehmenskrediten zurückzuführen war, konnte die aws ihre Finanzierungsleistung 2025 wieder signifikant steigern. Die bis 2023 beträchtlichen Auszahlungen im Rahmen pandemiebedingter Unterstützungsprogramme sind spätestens 2025 vollständig ausgelaufen. Gleichzeitig blieb das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd: Exportschwäche, hohe Lohnstückkosten, steigende Energiepreise und eine zurückhaltende Investitionsneigung belasteten weiterhin den Unternehmenssektor.Vor diesem Hintergrund konzentrierte sich die aws verstärkt auf Instrumente, von denen man sich eine hohe Hebelwirkung verspricht. Besonders sichtbar wird dies bei den Garantien. Das garantierte Obligo stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 26% auf EUR 300 Mio., während die Anzahl der Garantiezusagen um knapp 13% auf 846 Fälle zunahm. Hintergrund dieser Entwicklung ist die politische Zielsetzung, budgetschonende Instrumente wie Garantien, Kredite und Haftungen künftig stärker einzusetzen. Gleichzeitig wurden Garantieobergrenzen angehoben und die Konditionen für Unternehmen verbessert.
Inhaltlich standen 2025 erneut Zukunftstechnologien und industrielle Transformation im Mittelpunkt. Die aws intensivierte ihre Aktivitäten in Bereichen wie KI, Mikroelektronik, Halbleitertechnologien und internationale Innovationsprogramme. Im Rahmen des European Chips Act wurde der erste Fördervertrag abgeschlossen und umgesetzt. Auch das europäische IPCEI-Programm, das die aws in Kooperation mit der FFG abwickelt, entwickelte sich weiter: Für mehrjährige Forschungs- und Industrieprojekte sind mittlerweile Fördermittel von rund EUR 364 Mio. vertraglich gebunden.
Die aws positioniert sich damit zunehmend als zentrale Finanzierungs- und Transformationspartnerin für den Wirtschaftsstandort Österreich. Im Vordergrund stehen weniger breit gestreute Förderprogramme als vielmehr Instrumente zur Stärkung von Wachstum, Innovation und industrieller Wettbewerbsfähigkeit.
KPC: Rekordvolumen trotz budgetärer Konsolidierung
Die Kommunalkredit Public Consulting verzeichnete erneut ein außergewöhnlich starkes Jahr. Trotz der Konsolidierung öffentlicher Haushalte konnten im Geschäftsfeld Förderungsmanagement Förderungen von rund EUR 3 Mrd. zugesichert werden. Damit wurde das bereits hohe Niveau des Vorjahres sogar leicht übertroffen. Das liegt insbesondere an der Ausweitung der in den Programmen „Transformation der Industrie“ (+ EUR 186 Mio.) sowie „Kesseltausch für Private“ (+ EUR 166 Mio.) vergebenen Mittel.Die Ursachen für diesen Erfolg liegen vor allem in der weiterhin hohen Nachfrage nach klima- und umweltpolitischen Förderungsmaßnahmen. Die Förderungen für den Einsatz erneuerbarer Energieträger in der betrieblichen Wärmeversorgung entwickelten sich zu einem der wichtigsten Programme des Jahres. Damit konnten 2025 Investitionen von EUR 678 Mio. (im Vergleich zu EUR 635 Mio. im Vorjahr) in Projekte wie Fernwärme, thermische Solaranlagen oder Geothermie ermöglicht werden.
Auch andere Programme stießen auf außergewöhnlich hohe Nachfrage. Der Biodiversitätsfonds war mehrfach überzeichnet, während der Reparaturbonus bis Mai 2025 aufgrund ausgeschöpfter Fördermittel gestoppt werden musste. Gleichzeitig wurden andere Fördertöpfe, etwa im Rahmen der Kreislaufwirtschaft (EUR 43,3 Mio. von EUR 61 Mio. vergeben) oder der Transformation der Industrie (EUR 247,3 Mio. von EUR 400 Mio.), nicht vollständig ausgeschöpft.
Die KPC selbst weist jedoch auf die Herausforderungen der kommenden Jahre hin. Aufgrund der Konsolidierung des Bundeshaushalts werden die verfügbaren Förderungsbudgets künftig niedriger ausfallen als in den Rekordjahren 2023 bis 2025. Entsprechend wird erwartet, dass die außergewöhnlich hohen Förderungszusicherungen des Jahres 2025 in den kommenden Jahren nicht wieder erreicht werden können.
Jahresvergleich 2023 bis 2025: Von Kriseninstrumenten zu strategischer Steuerung
Die Entwicklung der vergangenen 3 Jahre zeigt eine tiefgreifende Veränderung der österreichischen Förderlandschaft. Während 2023 noch stark von großvolumigen Krisen- und Transformationsprogrammen geprägt war, folgte 2024 eine deutliche Normalisierung. Das gesamte Fördervolumen der 3 größten Förderstellen sank damals von rund EUR 6,7 Mrd. auf EUR 4,99 Mrd. und damit um etwa 25%.Im Jahr 2025 setzte sich dieser Wandel fort. Die Förderpolitik orientiert sich zunehmend an strategischen Zukunftsfeldern wie Digitalisierung, Schlüsseltechnologien, Industriepolitik, Energieeffizienz und Klimaschutz. Gleichzeitig wurden Budgetgrenzen bei hoher Nachfrage sichtbar. Die FFG verzeichnet hohe Nachfrage bei begrenzten Mitteln, die aws fokussiert sich verstärkt auf budgetschonende Finanzierungsinstrumente und die KPC muss ihre Programme zunehmend unter restriktiveren Budgetbedingungen steuern.
Damit zeichnet sich folgender Trend ab: Die österreichische Förderpolitik entwickelt sich weg von einer breit angelegten Agenda hin zu einem stärker priorisierten System, in dem die strategische Wirkung öffentlicher Mittel zunehmend im Vordergrund steht. Förderungen bleiben ein zentrales wirtschaftspolitisches Instrument, ihre Vergabe erfolgt jedoch immer stärker entlang politischer Zielsetzungen, technologischer Schwerpunkte und nachweisbarer Wirkungsbeiträge.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass Förderanträge künftig nicht nur formal korrekt, sondern vor allem inhaltlich sowie strategisch überzeugend sein müssen. Die Fähigkeit, Innovationsgehalt, Transformationswirkung und volkswirtschaftlichen Nutzen eines Projekts nachvollziehbar darzustellen, wird zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor im Wettbewerb um öffentliche Fördermittel.
Anmerkung: Die Kennzahlen entsprechen aufgrund unterschiedlicher Berichtssystematiken der Förderstellen (Fördervolumen, Finanzierungsleistung, Zusagenvolumen) den jeweils in den Jahresberichten ausgewiesenen Gesamtwerten und sind daher als indikative Gesamtbetrachtung der österreichischen Förderlandschaft zu verstehen.
