Mit der Einigung im Rat der EU am 24.6.nimmt das nächste EU-Forschungsrahmenprogramm weiter Form an. Für Unternehmen zeichnet sich ab: Horizon Europe ab 2028 wird stärker auf Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Umsetzung und strategische Technologien ausgerichtet. Im Zentrum steht dabei die geplante Verbindung mit dem neu vorgeschlagenen European Competitiveness Fund.
Horizon Europe bleibt auch ab 2028 das zentrale EU-Programm für Forschung und Innovation. Gleichzeitig soll die nächste Programmperiode stärker als bisher auf Europas Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Resilienz und technologische Souveränität einzahlen. Zahlreiche Budgetfragen bleiben jedoch weiterhin vom Abschluss der Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen abhängig.
Österreichische Akteur:innen verfügen über substanzielle Erfahrung in europäischen Konsortien, deren Koordination und der Projektabwicklung. Jedoch entfallen nur rund 29% der österreichischen Beteiligungen auf Unternehmen – Österreich liegt damit knapp unter dem EU-27-Durchschnitt.
Der Competitiveness Fund soll dabei strategische Technologiefelder, industrielle Wertschöpfungsketten und Skalierungsvorhaben adressieren. Im Mittelpunkt stehen 4 Policy Windows: Clean Transition and Industrial Decarbonisation, Health, Biotech, Agriculture and Bioeconomy, Digital Leadership sowie Resilience and Security, Defence Industry and Space. Diese schließen über die Idee der Seamless Investment Journey direkt an die zukünftig geplante Struktur von Horizon Europe an.
Schlussbetrachtung: Horizon Europe bleibt auch nach dem Start der neuen Förderperiode am 1.1.2028 das zentrale europäische Forschungsförderungsprogramm. Durch den European Competitiveness Fund dürfte der europäische Standort gestärkt werden und Unternehmen zusätzlich neue Chancen entstehen – vor allem dort, wo der Prozess von F&E, industrieller Anwendung und Skalierung überzeugend zusammengedacht wird.
Bis dahin gilt: Die europäische Förderlandschaft entwickelt sich rasant weiter. Um keine strategisch wichtigen Programme zu verpassen oder bei einer geplanten Einreichung – auch im letzten Jahr der aktuellen Programmperiode - bestmöglich unterstützt zu werden, empfiehlt es sich, frühzeitig den Rat spezialisierter Förderexpert:innen einzuholen. Die Förderberatung von BDO mit den EU-Spezialistinnen Eva Martischnig und Nina Londer steht Interessierten gerne zur Seite – von der ersten Orientierung über die professionelle Begleitung eines kompletten Förderantrags bis hin zur Abwicklung einer erfolgreich erhaltenen Beihilfe.
Autorin:
Nina Londer

nina.londer@bdo.at
+43 5 70 375 - 1812
Horizon Europe bleibt auch ab 2028 das zentrale EU-Programm für Forschung und Innovation. Gleichzeitig soll die nächste Programmperiode stärker als bisher auf Europas Wettbewerbsfähigkeit, industrielle Resilienz und technologische Souveränität einzahlen. Zahlreiche Budgetfragen bleiben jedoch weiterhin vom Abschluss der Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen abhängig.
Österreich in Horizon Europe: starke Ausgangsposition für die nächste Programmperiode
Der Blick auf die bisherige Beteiligung zeigt, dass Österreich in Horizon Europe gut positioniert ist. Österreichische Organisationen konnten in der aktuellen Förderperiode bislang rund EUR 1,7 Mrd. an Fördermitteln einwerben und sind an 2.251 Projekten beteiligt. Im europäischen Beteiligungsranking liegt Österreich damit auf Platz 8.Österreichische Akteur:innen verfügen über substanzielle Erfahrung in europäischen Konsortien, deren Koordination und der Projektabwicklung. Jedoch entfallen nur rund 29% der österreichischen Beteiligungen auf Unternehmen – Österreich liegt damit knapp unter dem EU-27-Durchschnitt.
European Competitiveness Fund: der neue Standort-Fördertopf
Für die kommende Förderperiode hat die Europäische Kommission die Schaffung eines European Competitiveness Fund (ECF) mit einer Dotierung von EUR 234 Mrd. vorgeschlagen. Gemeinsam mit dem vorgeschlagenen Horizon-Budget von EUR 175 Mrd. sollen nach Vorstellung der Kommission damit insgesamt EUR 409 Mrd. für strategische Technologien mobilisiert werden.Der Competitiveness Fund soll dabei strategische Technologiefelder, industrielle Wertschöpfungsketten und Skalierungsvorhaben adressieren. Im Mittelpunkt stehen 4 Policy Windows: Clean Transition and Industrial Decarbonisation, Health, Biotech, Agriculture and Bioeconomy, Digital Leadership sowie Resilience and Security, Defence Industry and Space. Diese schließen über die Idee der Seamless Investment Journey direkt an die zukünftig geplante Struktur von Horizon Europe an.
Seamless Investment Journey: von F&E bis Skalierung
Die Idee der Seamless Investment Journey ist ein zentrales Leitmotiv der neuen Programmperiode. Projekte sollen künftig stärker über mehrere Entwicklungs- und Finanzierungsphasen hinweg gedacht werden: von der frühen Forschungs- und Konzeptphase über die Demonstration und Validierung bis hin zur Skalierung, zur industriellen Umsetzung und Markteinführung. Damit sollen Horizon Europe und der Competitiveness Fund gemeinsam Unterstützung über die gesamte Investment Journey eines Projekts bieten – von der Konzeptphase bis zum Scale-up. Für Unternehmen bedeutet das: Förderprojekte sollten künftig weniger als einzelne Antragseinreichungen verstanden werden, sondern stärker als eine zusammenhängende Projektpipeline.Was sich gegenüber dem bisherigen Horizon Europe ändern soll
Gegenüber der laufenden Programmperiode zeichnen sich darüber hinaus mehrere Änderungen ab, die für Unternehmen unmittelbar relevant sind.- Stärkerer Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit und Verwertung: Exzellenz bleibt wichtig, aber Projektideen werden voraussichtlich noch stärker daran gemessen, ob sie zur europäischen Technologiesouveränität, industriellen Transformation und Skalierung beitragen.
- Neue Förderquoten: Nach aktuellem Vorschlagsstand soll die bisherige Unterscheidung zwischen Research and Innovation Actions (RIA) und Innovation Actions (IA) entfallen. Statt unterschiedlicher Förderquoten je Projekttyp ist eine vereinheitlichte Förderlogik vorgesehen: grundsätzlich bis zu 100%, für große, gewinnorientierte Unternehmen bis zu 70%.
- Verfahrensbeschleunigung: Die Time-to-Grant soll auf maximal 7 Monate ab der Einreichfrist verkürzt werden. Zudem sollen Zweistufenverfahren, Pauschalierungen und vereinfachte Kostenoptionen weiter an Bedeutung gewinnen.
Schlussbetrachtung: Horizon Europe bleibt auch nach dem Start der neuen Förderperiode am 1.1.2028 das zentrale europäische Forschungsförderungsprogramm. Durch den European Competitiveness Fund dürfte der europäische Standort gestärkt werden und Unternehmen zusätzlich neue Chancen entstehen – vor allem dort, wo der Prozess von F&E, industrieller Anwendung und Skalierung überzeugend zusammengedacht wird.
Bis dahin gilt: Die europäische Förderlandschaft entwickelt sich rasant weiter. Um keine strategisch wichtigen Programme zu verpassen oder bei einer geplanten Einreichung – auch im letzten Jahr der aktuellen Programmperiode - bestmöglich unterstützt zu werden, empfiehlt es sich, frühzeitig den Rat spezialisierter Förderexpert:innen einzuholen. Die Förderberatung von BDO mit den EU-Spezialistinnen Eva Martischnig und Nina Londer steht Interessierten gerne zur Seite – von der ersten Orientierung über die professionelle Begleitung eines kompletten Förderantrags bis hin zur Abwicklung einer erfolgreich erhaltenen Beihilfe.
Autorin:
Nina Londer

nina.londer@bdo.at
+43 5 70 375 - 1812
