„Transformation der Industrie (TdI)“ startet 2026 in die nächste Runde

Förderung & Forschung

Veröffentlicht: 
Ansprechperson(en): Eva Martischnig
Bis zu EUR 400 Mio. Fördervolumen stehen Unternehmen für ihre Dekarbonisierungsvorhaben im Zuge des Programms „Transformation der Industrie“ 2026 entweder als Investitionsprojekt (Investitionszuschuss) oder als Transformationsprojekt (Transformationszuschuss) zur Verfügung. Die Einreichfrist endet im September 2026.

Das Förderprogramm „Transformation der Industrie“ (TdI) unterstützt österreichische Industriebetriebe dabei, ihre Produktionsprozesse klimaneutral auszurichten. Ziel ist die größtmögliche Reduktion von Treibhausgasemissionen in der industriellen Produktion und damit die Dekarbonisierung sowie Standortsicherung besonders CO2-intensiver Industrien bis 2040. Bis 2030 stehen dafür insgesamt EUR 2,975 Mrd. zur Verfügung; seit 2025 sind jährlich EUR 400 Mio. vorgesehen.
 

Wesentliche Neuerungen für 2026: zwei Einreichpfade in einer Ausschreibung

Für die Ausschreibung 2026 gibt es zwei Fördermöglichkeiten:

1.    Investitionszuschuss (CAPEX):


Wenn im Projekt eine klar abgrenzbare Investition realisiert werden soll (z.B. neue Anlage, Aggregat, Umrüstung), wird der Zuschuss als Förderung reiner Investitionskosten vergeben und typischerweise als Einmalzahlung ausbezahlt (wobei Teilzahlungen auf Anfrage möglich sind). Voraussetzung sind die fristgerechte Umsetzung und der Nachweis der zugesagten THG-Reduktion. Der Umwelteffekt muss über einen Zeitraum von zumindest 10 Jahren nachweisbar sein.

2.    Transformationszuschuss (OPEX + CAPEX):

Der nun wieder verfügbare Transformationszuschuss unterstützt Projekte, bei denen bei der Umstellung neben Investitionen auch laufende Mehrkosten entstehen – etwa durch die Kostendifferenz zwischen fossilen und erneuerbaren Energieträgern. Der Transformationszuschuss umfasst daher OPEX plus anteilige CAPEX und wird jährlich über maximal 10 Jahre ab dem ersten Betriebsjahr ausbezahlt. Dabei wird zur Ermittlung der Förderhöhe immer der niedrigste Betrag aus mehreren Ansatzpunkten ermittelt: CO₂-Einsparungen unter Berücksichtigung des ETS-Preises, dem tatsächlichen Energieverbrauch und den real verursachten Mehrkosten gegenüber fossiler Energie.
Beide Varianten werden in kompetitiven Ausschreibungsverfahren vergeben: Je höher die eingesparten THG-Emissionen pro Fördereuro, desto größer sind die Förderchancen.
 

Der Zeitplan 2026 und was er für Einreicher:innen in der Praxis bedeutet

Der Zeitplan für die Ausschreibung 2026 sieht wie folgt aus:
  • April 2026: Start der Ausschreibung (Investitions- und Transformationszuschuss) 
  • September 2026: Ende der Ausschreibung 
  • Dezember 2026: Bekanntgabe der Ergebnisse

Interessierte Unternehmen sollten frühzeitig entscheiden, welcher Förderpfad zur eigenen Transformationslogik passt: Ein Investitionszuschuss eignet sich vor allem dann, wenn der Business Case primär von der Investition abhängt und die laufenden Kosten nicht der zentrale Engpass sind. Ein Transformationszuschuss ist dann naheliegend, wenn die laufenden Mehrkosten (z.B. Energieträgerwechsel) die Wirtschaftlichkeit in den ersten Betriebsjahren deutlich belasten.

Unabhängig vom Pfad gilt: In kompetitiven Verfahren wie in diesem entscheidet eine belastbare Kombination aus THG-Wirkung, Kostenlogik und Projektumsetzungsreife über die Förderzusage. Daher ist eine solide Strategie bei der Vorbereitung der nötigen Unterlagen bis spätestens September essenziell (das genaue Datum der Ausschreibungsfrist ist noch nicht veröffentlicht). Dabei unterstützen Sie die Förderexpert:innen von BDO gern. Vereinbaren Sie einfach ein unverbindliches Erstgespräch, um Ihre Einreichung bestmöglich vorzubereiten.

Ansprechperson(en)

Nina Londer

Nina Londer
nina.londer@bdo.at
+43 664 60 375 - 1812