Podcast: Nachhaltige Erfolgsgeschichten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Beratung

Nachhaltigkeitsberichterstattung in Österreich:  Podcast zu NaBeG und CSRD mit Dr. Dietmar Dokalik

Podcast


Willkommen zu "Wir leben Nachhaltigkeit – Der BDO Podcast". 


Lassen Sie sich von Moderatorin Johanna Heidenreich, Expertin für Nachhaltigkeitsberichterstattung und ihren vielseitigen Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Beratung nachhaltig inspirieren.

In jeder Folge erwarten Sie:

  • Erfolgsgeschichten und praxisnahe Einblicke aus der Welt der nachhaltigen Transformation.
  • Konkrete und innovative Ansätze zur Implementierung von Nachhaltigkeit in die Geschäftsstrategie zur Schaffung eines wirtschaftlichen sowie ökologischen Mehrwerts.
  • Aktiver Austausch über Herausforderungen, Chancen und Trends im Bereich Nachhaltigkeit.
  • Diskussionen über aktuelle Entwicklungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung (wie CSRD, EU-Taxonomie und CSDDD).
  • Hilfreiche Tipps und Impulse für Unternehmen - insbesondere KMU - um zukunftsfähig zu bleiben.


Ob Sie Unternehmer:in oder einfach nachhaltig interessiert sind - dieser Podcast bietet wertvolle Anregungen, um die Zeichen der Zeit zu erkennen und aktiv zu handeln. Denn eines ist klar: Nichtstun ist keine Option!


Folgen Sie uns auf LinkedIn und bleiben Sie über die neuesten Entwicklungen, inspirierende Geschichten und praktische Lösungen für eine nachhaltige Zukunft informiert. 



 

Neue Folge:

Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandel mit Andreas Streit von BILLA und REWE



In dieser Episode von „Wir leben Nachhaltigkeit – Der BDO Podcast" spricht Johanna Heidenreich (BDO) mit Andreas Streit, dem Bereichsleiter für Nachhaltigkeit bei BILLA und REWE International AG, darüber, wie Nachhaltigkeit dort funktioniert, wo sie täglich millionenfach entschieden wird: im Supermarkt. Themen sind Sortiment, Lieferketten, Lebensmittelrettung, Verpackung, Klimaschutz und soziale Verantwortung im österreichischen Lebensmittelhandel sowie die Frage, wie BILLA und REWE nachhaltig und gleichzeitig wirtschaftlich verantwortungsvoll handeln.

 

Sortiment als zentraler Hebel

Der Handel entscheidet, welche Produkte sichtbar sind, welche Standards gesetzt werden und welche Alternativen zur Verfügung stehen. Ohne ein entsprechend gestaltetes Angebot können Konsument:innen keine nachhaltige Wahl treffen. Eigenmarken wie „Billa Bio“ und „Ja! Natürlich“ sind dabei ein zentrales Steuerungsinstrument, weil BILLA hier mehr Einfluss auf Inhaltsstoffe, Produktionsstandards und die Preisgestaltung hat als bei Markenartikeln. Die Antwort auf den Zielkonflikt zwischen Nachhaltigkeit und Leistbarkeit liegt in einem breiten Angebot, das von Bio-Premiumprodukten bis zu erschwinglichen Einstiegsvarianten reicht.

 

Lebensmittelrettung und Regionalität

Maßnahmen, um wertvolle Lebensmittel zu retten liegen u.a. in einer besseren Planung, in einer modernen Warensteuerung und in klaren Prozessen in den Filialen. „Wer Lebensmittel rettet, handelt nachhaltig und wirtschaftlich verantwortungsvoll zugleich“, so Streits klare Botschaft. Regionalität bedeutet für BILLA auch mehr als kurze Transportwege. Sie steht für langfristige Partnerschaften, Versorgungssicherheit und Transparenz, sichtbar durch Formate wie „Da komm' ich her!" und die Regionalregale.

 

Energie, Verpackung und Klimaschutz

Der größte Klimaschutzhebel liegt in der Energieversorgung, Energieeffizienz und Logistik. Seit 2008 nutzt REWE in Österreich Grünstrom; ein Power Purchase Agreement soll ab heuer Strom aus einem Offshore-Windpark für 1.500 Märkte in Deutschland und Österreich liefern. Beim Thema Verpackung liegt die Herausforderung in der Balance zwischen Materialreduktion und Lebensmittelsicherheit. BILLA testet neue Ansätze in Pilotmärkten, darunter eine in Holzbauweise errichtete Filiale in Wien mit Photovoltaik und einer Unverpacktstation.

 

Soziales, Biodiversität und CSRD

Mit rund 47.000 Mitarbeitenden, einem Frauenanteil von über 70% und rund 1.000 beschäftigten Menschen mit Behinderung ist soziale Nachhaltigkeit für REWE ein integraler Bestandteil des Unternehmensverständnisses. Die Privatstiftung „Billa Blühendes Österreich“ schützt rund 1.500 Hektar Fläche, fördert die Artenvielfalt und hat mit einer eigenen Schmetterlingsapp bereits vermeintlich ausgestorbene Arten wiederentdeckt. Zur CSRD betont Streit, dass sie Nachhaltigkeit verbindlicher und vergleichbarer mache und sieht in ihr insgesamt mehr Chancen als Herausforderungen. Die eigentliche Hürde liegt für ihn in der Datenverfügbarkeit entlang der landwirtschaftlichen Lieferkette.

 

Andreas Streit ist Bereichsleiter für Nachhaltigkeit bei BILLA und der REWE International AG und verantwortet die Nachhaltigkeitsstrategie für den österreichischen Lebensmittelhandel der REWE-Gruppe, zu dem BILLA, BILLA Plus, PENNY, ADEG und BIPA gehören. Er kommt ursprünglich aus der Industrie und bringt damit eine besondere Perspektive auf die Schnittstelle zwischen Produktion, Lieferkette und Handel mit.

In dieser Episode von „Wir leben Nachhaltigkeit – Der BDO Podcast“ geht es darum, wie Versicherungen die nachhaltige Transformation prägen. Johanna Heidenreich (BDO) spricht mit Mag. Liane Hirner, Chief Finance and Risk Officer der Vienna Insurance Group (VIG), über zentrale Hebel, Klimarisiken und neue Geschäftsmodelle.

 

Wichtige Hebel für Nachhaltigkeit bei Versicherungen

Die Versicherungswirtschaft in Europa verwaltet ein enormes Kapitalvolumen und beeinflusst damit Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur. Liane Hirner betont, dass der größte Nachhaltigkeitshebel in der Veranlagung, im Underwriting und im Asset Management liegt, wo täglich zahlreiche Entscheidungen über Risiken und Kapitalallokation getroffen werden.

Klimarisiken werden systematisch in Modelle, Szenarien und Solvenzbewertungen integriert und wirken sich auf die Prämienkalkulation aus. Prävention und Risikoanalysen gewinnen an Bedeutung, damit Schäden gar nicht erst entstehen und Kund:innen Risiken besser verstehen und steuern können.

 

Nachhaltigkeit als Teil des Kerngeschäfts

Nachhaltigkeit ist in der VIG-Strategie verankert und stellt kein Zusatzprojekt dar. Die Gruppe arbeitet mit 6 Wirkungsfeldern von Veranlagung und Underwriting bis zu Mitarbeitenden, Kund:innen und Gesellschaft. Neben ökologischen Themen spielen soziale Verantwortung, Angebote für benachteiligte Gruppen und attraktive Arbeitsbedingungen eine wichtige Rolle.

Die dezentrale Struktur mit Gesellschaften in 30 Ländern ermöglicht Lösungen, die lokale Risiken, Regulierung und Kund:innenbedürfnisse berücksichtigen, während die Holding einen gemeinsamen Rahmen, Ziele und Reportingstandards vorgibt.

 

Daten, neue Risiken und die Zukunft der Versicherungsbranche

Die VIG verfügt über umfangreiche Daten und nutzt diese, um Risiken genauer zu bewerten und Angebote stärker an den Bedürfnissen der Kund:innen auszurichten. Neue Risiken entstehen etwa durch erneuerbare Energien und neue Formen der Mobilität, für die passende Versicherungsprodukte entwickelt werden.

Entscheidend wird sein, wie Versicherungen trotz steigender physischer Risiken weiterhin leistbaren Schutz bieten und gleichzeitig die Transformation unterstützen können. Die Kombination aus risikoadäquatem Pricing, aktiver Risikosteuerung, Kooperationen und Prävention wird dabei entscheidend sein.

 

Mag. Liane Hirner ist Vorstandsmitglied sowie Chief Finance and Risk Officer der Vienna Insurance Group und Mitglied des Nachhaltigkeitskomitees der Gruppe. Zuvor war die studierte Betriebswirtin viele Jahre als Wirtschaftsprüferin und Partnerin bei PwC Österreich mit Schwerpunkt Versicherungen tätig und bringt umfassende Expertise in Finanzberichterstattung, Risikomanagement und Regulierung in die VIG ein.


Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und das österreichische Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) verändern die Nachhaltigkeitsberichterstattung grundlegend. In dieser Folge von "Wir leben Nachhaltigkeit – Der BDO Podcast“ spricht Gastgeberin Johanna Heidenreich mit Dr. Dietmar Dokalik darüber, was diese Entwicklungen konkret für Unternehmen in Österreich bedeuten.

 

Worum es in dieser Podcastfolge geht

Im Mittelpunkt der Episode stehen die Umsetzung der CSRD in Österreich durch das Nachhaltigkeitsberichtsgesetz und die Bedeutung der ESRS Standards sowie der Omnibus Richtlinie. Besprochen werden unter anderem die Kerninhalte des österreichischen NaBeG und die neuen Prüfpflichten für Nachhaltigkeitsberichte.

Die Folge beantwortet unter anderem folgende Fragen:

  • Welche Auswirkungen hat das NaBeG auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung?
  • Was ist am neuen Gesetz typisch österreichisch?
  • Wie kann eine fundierte Wesentlichkeitsanalyse als strategische Chance genutzt werden?

Dr. Dietmar Dokalik ist leitender Staatsanwalt und im Bundesministerium für Justiz Leiter der Abteilung, die unter anderem für die Rechnungslegung zuständig ist. Er war österreichischer Delegierter im EU Rat zur Bilanzrichtlinie und gilt als Mastermind hinter dem NaBeG.

Er begleitet die Einführung von CSRD und ESRS aus legistischer Perspektive und arbeitet an der Umsetzung der Omnibus Richtlinie in nationales Recht. Dadurch bringt er einen einzigartigen Blick auf die Schnittstelle zwischen Unternehmensberichterstattung, Finanzmarktregulierung und Nachhaltigkeitspolitik mit.

 

NaBeG, ESRS und verlässliche Nachhaltigkeitsdaten

Das NaBeG setzt die CSRD in Österreich um und verankert die Nachhaltigkeitsberichterstattung im Unternehmensrecht und in den Berufsordnungen der Wirtschaftsprüfer:innen. Ziel ist es, verlässliche, prüfbare ESG Daten bereitzustellen, die sowohl die Auswirkungen eines Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft als auch Klimarisiken für das Geschäftsmodell sichtbar machen.

Die ESRS Standards legen fest, welche Daten in welcher Detailtiefe berichtet werden müssen und wie Nachhaltigkeitsthemen strukturiert im Lagebericht darzustellen sind. Davon profitieren insbesondere Finanzmarktteilnehmer:innen, Kreditgeber:innen und Investor:innen, die Risiken und Chancen einer Investition besser beurteilen wollen.

 

Aufwand, Chancen und Wesentlichkeitsanalyse

Die Umsetzung von NaBeG und CSRD führt zu einem spürbaren Mehraufwand, dessen Ausmaß von der Unternehmensgröße, der Branche und dem bisherigen Reporting abhängt. Unternehmen mit bestehender Berichterstattung nach GRI haben einen geringeren Umstellungsaufwand als Betriebe, die bisher nur rudimentäre Nachhaltigkeitsinformationen veröffentlicht haben.

Gleichzeitig betont Dr. Dokalik die strategische Chance der Wesentlichkeitsanalyse: Unternehmen müssen systematisch prüfen, wie sich Klima , Ressourcen  und Regulierungsrisiken auf ihr Geschäftsmodell auswirken und welche Auswirkungen ihr Handeln auf Umwelt und Gesellschaft hat. So werden die Inside Out  und Outside In Perspektive miteinander verbunden und das Geschäftsmodell langfristig zukunftsfit ausgerichtet.

 

Omnibus Richtlinie und „typisch österreichische“ Besonderheiten

Das NaBeG gilt für Unternehmen der ersten Welle, die bisher schon nach NaDiVeG berichtspflichtig waren, für die Geschäftsjahre 2024 bis 2026; die Omnibus-Richtlinie ab 2027 und bringt Erleichterungen in der Berichterstattung.

Österreich nutzt Spielräume der Omnibus-Richtlinie, um den Anwendungsbereich für Unternehmen der ersten Welle teilweise zu reduzieren und bestimmten Unternehmen freiwillige Berichterstattung nach NaBeG zu ermöglichen.

Typisch österreichisch sind laut Dokalik ein zurückhaltendes Sanktionsregime sowie eine Öffnungsklausel für Independent Assurance Service Provider, die in Zukunft neben Abschlussprüfer:innen Nachhaltigkeitsberichte prüfen können. Er beschreibt die Gesetzgebung und Standardsetzung als laufenden Lern  und Verbesserungsprozess, der sich kontinuierlich an die Praxis und Marktbedingungen anpasst.


Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

Die Wiener Staatsoper steht nicht nur für Tradition, Kunst und Emotion, sondern nimmt unter der kaufmännischen Geschäftsführerin Dr. Petra Bohuslav auch eine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit ein. Im Gespräch mit Johanna Heidenreich zeigt Bohuslav, wie ein denkmalgeschütztes Kulturerbe stimmig mit moderner Innovation sowie ökologischer und sozialer Verantwortung verbunden werden kann. 

Von der Erlangung des Umweltzeichens über Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft im Bühnenbau bis hin zum Ziel eines Green Events beim Opernball - diese Episode gibt spannende Einblicke in den nachhaltigen Kulturwandel und die vielen kreativen Schritte hinter den Kulissen eines weltberühmten Hauses.

Dr. Petra Bohuslav ist seit 2020 kaufmännische Geschäftsführerin der Wiener Staatsoper. Ihr Fokus liegt auf der Verbindung von historischer Identität und zukunftsorientierter Innovation - sowohl im Alltag der Oper als auch bei Vorzeigeprojekten wie dem Umweltzeichen, moderner Energieeffizienz, sozialer Verantwortung und kreativen Lösungen für Barrierefreiheit und Kreislaufwirtschaft.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

Elisabeth Köstinger gewährt in dieser Podcast-Folge spannende Einblicke in ihre Erfahrungen als Aufsichtsrätin zweier sehr unterschiedlicher Unternehmen: Biotech-Pionier Reploid und Fluglinie Ryanair. Im Gespräch mit Johanna Heidenreich wird deutlich, dass das Aufsichtsgremium längst nicht mehr nur eine Kontrollfunktion erfüllt, sondern aktiv unternehmerische Chancen für Umwelt, Effizienz und Unternehmenskultur mitgestaltet.

Erfahren Sie, warum nachhaltige Innovationen und operative Effizienz einander nicht ausschließen, sondern perfekt ergänzen. Zudem zeigt die Episode, wie Reportingpflichten, ESG-Ratings, künstliche Intelligenz und Kreislaufwirtschaft heute als praktische Werkzeuge für zukunftsfähige Geschäftsmodelle dienen. Köstinger legt dabei ihren Fokus auf den sachgerechten Einsatz von KI, die Etablierung resilienter ESG-Strategien und ein ganzheitliches Verständnis von Fortschritt - immer mit Blick auf die Chancen für kommende Generationen.

Elisabeth Köstinger war Bundesministerin für Nachhaltigkeit, langjährige EU-Parlamentarierin und ist heute als Unternehmerin, Investorin und Aufsichtsrätin aktiv. Mit ihrem breiten Hintergrund vereint sie regulatorische Expertise, technologische Innovationskraft und gesellschaftliches Engagement. Sie plädiert für eine Unternehmenswelt, die von Neugier, Mut und Innovationsfreude geprägt ist.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

Die Wiener Stadtwerke versorgen täglich mehr als 2 Millionen Menschen in der Bundeshauptstadt mit Energie und Mobilität und übernehmen damit eine zentrale Rolle auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt. In der aktuellen Folge von „Wir leben Nachhaltigkeit“ spricht Roman Fuchs, stv. Generaldirektor und CFO der Wiener Stadtwerke, mit Gastgeberin Johanna Heidenreich darüber, wie Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit gemeinsam gedacht und umgesetzt werden.

Im Zentrum stehen dabei milliardenschwere Investitionen in den U-Bahn-Ausbau, erneuerbare Energien und die Digitalisierung der Netzinfrastruktur. Fuchs spricht offen über die Chancen grüner Finanzierungsinstrumente sowie über die Herausforderungen und Möglichkeiten eines nachhaltigen Kulturwandels in einem Unternehmen mit mehr als 18.000 Mitarbeiter:innen. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von über EUR 9 Mrd. bis 2030 gestaltet er aktiv die städtische Infrastruktur der Zukunft und verbindet dabei finanzielle Stabilität mit ehrgeizigen Klimazielen.

Mag. Roman Fuchs ist stellvertretender Generaldirektor und CFO der Wiener Stadtwerke GmbH und verantwortet die Bereiche Finanzen, Immobilien und Recht. Gemeinsam mit seinen Vorstandskolleg:innen und Mitarbeiter:innen treibt er eine der größten Transformationen Österreichs voran: die Energie- und Mobilitätswende in Wien. 

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

IKEA kennt jeder – aber nicht jeder weiß, wie sehr das Unternehmen Nachhaltigkeit vorlebt. Im Gespräch mit Gastgeberin Johanna Heidenreich spricht Florian Thalheimer, Country Sustainability Manager von IKEA Österreich, offen über Chancen und Schwierigkeiten auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. Er erklärt, wie Kreislaufwirtschaft, Second-Life-Produkte und innovative Store-Konzepte dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, und warum konsequente Transparenz bei kritischen Themen wie Holzbeschaffung unerlässlich ist. 

Ein ehrlicher Einblick hinter die Kulissen: ehrgeizige, aber herausfordernde Klimaziele, viel Eigeninitiative und das Geheimnis, Wirtschaftlichkeit und nachhaltigen Fortschritt zu verbinden.

Florian Thalheimer ist Country Sustainability Manager bei IKEA Österreich. Als Wirtschaftsexperte und engagierter Nachhaltigkeitsverantwortlicher setzt er sich dafür ein, dass IKEA nicht nur für smarte Einrichtungslösungen, sondern auch für echte ökologische und soziale Verantwortung steht. Sein Fokus: Kreislaufwirtschaft, klimaschonende Logistik und die Balance zwischen wirtschaftlichem Wachstum und umweltfreundlicher Entwicklung. Thalheimer gilt als offener Kommunikator, der auch kritische Themen wie Lieferketten oder CO₂-Reduktion nicht ausspart und dabei Wert auf Teamgeist, Diversität und Innovation legt.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

In dieser Folge spricht Johanna Heidenreich mit Christiane Brunner, Vorständin von CEOs for Future und Initiatorin des Climate Business Circle, über die entscheidende Rolle von Unternehmen in der klimaneutralen Transformation. Brunner zeigt auf, wie rund 80 Unternehmenslenker:innen gemeinsam daran arbeiten, die Chancen der Energiewende zu nutzen und die Verantwortung aktiv zu gestalten. 

Sie liefert praxisnahe Einblicke, was Wirtschaft und Politik voneinander fordern, warum jedes Zögern teuer wird und wieso Nachhaltigkeit weniger mit Moral als mit Wettbewerbsfähigkeit zu tun hat.

Christiane Brunner ist Vorständin von CEOs for Future, einem branchenübergreifenden Zusammenschluss österreichischer Unternehmen, die den sozial-ökologischen Wandel aktiv vorantreiben. Als ehemalige Nationalratsabgeordnete bringt sie politische Erfahrung mit und verbindet die Perspektiven von Wirtschaft, Umweltpolitik und Zivilgesellschaft. Seit dem Paris Agreement 2015 sieht sie Dekarbonisierung nicht als Option, sondern als wirtschaftliche Notwendigkeit und stellt sich nun als Brückenbauerin zwischen Unternehmenspraxis und politischer Realität den großen Herausforderungen unserer Zeit.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

In der aktuellen Folge des BDO Podcasts „Wir leben Nachhaltigkeit“ besucht Johanna Heidenreich den erfolgreichen Bio-Winzer, Unternehmer und Investor Leo Hillinger in seinem Weingut in Jois. Er lebt und arbeitet nachhaltig - nicht fürs Image, sondern aus tiefster Überzeugung. Und weil er seinen Kindern ein zukunftsfähiges Unternehmen mit gesundem Boden übergeben möchte.

Im kurzweiligen Gespräch geht es um mehr als Bio und Bewässerung. Johanna Heidenreich und Leo Hillinger gehen der Frage auf den Grund, wie nachhaltiges Denken zu wirtschaftlichem Handeln wird. 

Folgendes Statement von Leo Hillinger zeigt die Notwendigkeit einer strategischen Ausrichtung: „Der Endverbraucher denkt an Nachhaltigkeit.“ Daher hat der bekannte Investor folgenden Rat für Unternehmer:innen und Start-up-Gründer:innen: „Denkt Jahrzehnte im Voraus!“ 

Leo Hillinger ist einer der bekanntesten Bio-Winzer Österreichs, Unternehmer und Investor. Bekannt aus zahlreichen TV-Formaten, hat er das Weingut seines Vaters übernommen und es zu einem internationalen Vorzeigebetrieb für nachhaltigen Weinbau entwickelt. Sein Erfolgsrezept: Authentizität, Innovationsgeist und ein klarer Blick auf die Herausforderungen der nächsten Generation.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

Auch die aktuelle Folge von „Wir leben Nachhaltigkeit“ bietet Unternehmer:innen Inspiration durch erfolgreiche Best Practice Beispiele. Johanna Heidenreich spricht mit Cornelia Walch über die zentralen Herausforderungen und Chancen auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität. Erfahren Sie, wie die ÖBB mit innovativen Strategien, resilienten Infrastrukturen und engagierten Mitarbeiter:innen eine nachhaltige Zukunft gestalten. 

Welche Maßnahmen braucht es, um das zentrale ambitionierte Ziel der ÖBB, bis 2050 klimaneutral zu werden, zu erreichen? Dafür setzt das Unternehmen u.a. auf erneuerbare Energien, alternative Antriebe und die enge Zusammenarbeit mit Partnern, insbesondere im Bereich des öffentlichen Verkehrs und der Güterlogistik. Zudem betont Cornelia Walch die Notwendigkeit, die Bahn wetterfest zu machen. Investitionen in Infrastruktur und Risikomanagement sollen die Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremwetterereignissen deutlich erhöhen. 

Cornelia Walch ist Diplom-Ingenieurin und leitet als Konzernkoordinatorin das Nachhaltigkeitsteam der ÖBB Holding AG. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in nachhaltiger Unternehmensführung verantwortet sie die Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des größten Mobilitätsanbieters Österreichs. Ihr Fokus liegt auf Klimaschutz, Innovation sowie der Förderung einer nachhaltigen Unternehmenskultur. Auch privat setzt sie auf umweltfreundliche Mobilität und engagiert sich leidenschaftlich für eine lebenswerte Zukunft.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

In der aktuellen Folge des BDO Podcasts „Wir leben Nachhaltigkeit“ begrüßt Moderatorin Johanna Heidenreich den Unternehmer und vielfach ausgezeichneten Spitzenkoch Toni Mörwald. Gemeinsam sprechen sie über seine Philosophie der Regionalität und Nachhaltigkeit, die Belebung ländlicher Räume durch innovative Konzepte sowie die Bedeutung von zufriedenen Mitarbeiter:innen als entscheidenden Erfolgsfaktor. 

Mörwald gewährt zudem persönliche Einblicke in seine Kindheit am Bauernhof, teilt seine Werte und spricht über die Zukunft seines Unternehmens, das heute von einer starken weiblichen Führung geprägt ist. Diese Episode zeigt anhand konkreter Beispiele aus der Gastronomie auf, wie regionale Wertschöpfung und effizienter Ressourceneinsatz erfolgreich umgesetzt werden können. 

Toni Mörwald ist ein österreichischer Spitzenkoch mit Michelin-Stern und mehreren Hauben. Er leitet ein gastronomisches Großunternehmen, das Hotels, Restaurants, eine Kochschule und Catering umfasst. Seine Philosophie: Genuss, Nachhaltigkeit und Beziehungen zu Menschen und Produkten stehen im Mittelpunkt seines Schaffens.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

In der neuesten Folge von „Wir leben Nachhaltigkeit“ spricht Johanna Heidenreich mit Nastassja Cernko, Director Group ESG Office der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB), über die Bedeutung von strukturierter Kommunikation von Nachhaltigkeitsdaten. Die beiden diskutieren, weshalb Banken verstärkt ESG-Daten von Unternehmen einfordern, und das unabhängig von der Unternehmensgröße. 

Nastassja Cernko gibt exklusive Einblicke in die Herausforderungen der aktuellen Wirtschaftslage, die Bedeutung von Nachhaltigkeit für die OeKB sowie den OeKB > ESG Data Hub als zentrale Plattform für strukturierte ESG-Reports. Erfahren Sie außerdem, warum Nachhaltigkeitsberichterstattung weit mehr als ein bloßes regulatorisches Muss ist und wie Unternehmen durch gezieltes Datenmanagement Wettbewerbsvorteile, Innovationskraft und neue Marktchancen erschließen können. 

Nastassja Cernko ist seit 2017 Nachhaltigkeitsmanagerin der OeKB-Gruppe und leitet seit 2021 das Group ESG Office. In dieser Funktion prägt sie maßgeblich die strategische Ausrichtung der OeKB im Bereich Nachhaltigkeit und verantwortet die Integration von ESG-Themen ins Kerngeschäft sowie die Weiterentwicklung des OeKB > ESG Data Hubs.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

In der Podcast-Folge „Wir leben Nachhaltigkeit“ spricht Moderatorin Johanna Heidenreich mit Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn, einem der renommiertesten Internisten Österreichs und Experten für betriebliche Gesundheitsförderung. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie Unternehmen durch gezielte Maßnahmen die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden fördern und somit teure Krankenstände reduzieren können.

Meryn betont, dass Unternehmen durch gezielte Prävention – wie Impfungen, Bewegungs- und Ernährungsangebote – nicht nur die Anzahl der Krankenstandstage senken, sondern auch die Motivation und Produktivität der Mitarbeitenden steigern können. 

Er fordert maßgeschneiderte Programme, die auf die jeweilige Belegschaft zugeschnitten sind, und den verstärkten Einsatz moderner Technologien wie KI und Wearables. Ein zentrales Thema ist außerdem die mentale Gesundheit: Führungskräfte und Unternehmenskultur haben erheblichen Einfluss darauf, wie Stress, Burnout und Work-Life-Balance im Unternehmen gehandhabt werden. Meryns Fazit: Gesundheit muss zur Chefsache werden, um Unternehmen zukunftsfähig zu machen.

Univ.-Prof. Dr. Siegfried Meryn ist einer der führenden Internisten Österreichs. Er ist ebenso Gesundheitsexperte im TV, Gründer des Future Health Lab, Chefarzt des Wiener Roten Kreuzes und Mitglied der Bioethikkommission. Neben seiner Tätigkeit als Vorsitzender des ORF-Gesundheitsbeirats wurde er bereits vielfach für sein Engagement in Gesundheitsfragen ausgezeichnet.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

In dieser Folge von „Wir leben Nachhaltigkeit“ treffen zwei Nachhaltigkeitsströme aufeinander: Percy Thonet, Vertriebsleiter des traditionsreichen Möbelherstellers Thonet, und Anna Prinzhorn, Gründerin des jungen Unternehmens One For Hundred. Gemeinsam mit Moderatorin Johanna Heidenreich diskutieren sie, wie nachhaltiges Design, ressourcenschonende Produktion und die Liebe zum Handwerk Möbel hervorbringen, die Generationen überdauern. 

Während Thonet auf über 200 Jahre Erfahrung und ikonische Klassiker wie den Kaffeehausstuhl Nr. 14 zurückblickt, setzt One For Hundred auf innovative Ansätze wie das Pflanzen von 100 Bäumen pro verkauftem Möbelstück und das Eingehen auf individuelle Kund:innenwünsche. Ein inspirierender Austausch über Verantwortung, Innovation und die Zukunft nachhaltiger Möbel.

Percy Thonet ist Vertriebsleiter der Thonet GmbH Österreich und Nachfahre einer der bekanntesten Möbelmacherfamilien Europas. Das Unternehmen steht für Tradition, Qualität und nachhaltige Produktionsprozesse.

Als Gründerin und Geschäftsführerin von One For Hundred ist Anna Prinzhorn eine Designerin, die Möbel und Wälder für kommende Generationen schaffen möchte. Sie setzt auf Individualisierung, regionale Produktion und innovative Nachhaltigkeitskonzepte.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

In der neuesten Podcastfolge von „Wir leben Nachhaltigkeit“ ist Toni Faber, Dompfarrer des Wiener Stephansdoms, zu Gast bei Johanna Heidenreich. Gemeinsam sprechen sie über die Bedeutung von Nachhaltigkeit für eines der bekanntesten Wahrzeichen Österreichs im Herzen Wiens. Der Stephansdom wird als Symbol für die Verbindung von Tradition und Fortschritt dargestellt, wobei Nachhaltigkeit sowohl im baulichen Erhalt als auch in sozialen und ökologischen Projekten eine zentrale Rolle spielt.

Toni Faber erläutert konkrete Maßnahmen wie die Umstellung auf LED-Beleuchtung, den Einsatz von Fernwärme und die Integration von Sonnenkollektoren. Dabei schildert er Herausforderungen bei der Umsetzung nachhaltiger Projekte, wie den Widerstand gegen rußfreie Kerzen, und betont die Verantwortung der Kirche als Global Player für Klimaverantwortung und soziale Gerechtigkeit. 

Toni Faber ist Dompfarrer des Wiener Stephansdoms und eine der bekanntesten Persönlichkeiten der katholischen Kirche in Österreich. Mit seiner offenen und modernen Herangehensweise verbindet er Tradition mit aktuellen Themen wie Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

Die erste Folge der zweiten Staffel „Wir leben Nachhaltigkeit“ ist für alle, die die Zeichen der Zeit erkennen und vorausblicken. Gastgeberin Johanna Heidenreich (BDO) und Dr. Josef Baumüller, führender Experte für Nachhaltigkeitsberichterstattung und Lehrender am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien, beleuchten, weshalb die Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen, insbesondere auch für KMU, ein entscheidender Erfolgsfaktor ist.

Sie betrachten aktuelle Entwicklungen wie die Omnibus-Vorschläge sowie die steigende Relevanz des freiwilligen Berichtstandards ESRS VSME. Dr. Baumüller liefert praxisnahe Einblicke, wie Unternehmen durch proaktives Handeln Risiken minimieren und ihre Zukunftsfähigkeit sichern können. Hören Sie rein, um zu erfahren, warum Nichtstun am teuersten ist und welche strategischen Schritte jetzt notwendig sind.

Dr. Josef Baumüller lehrt und forscht am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien. Er ist renommierter Wissenschaftler und Autor zahlreicher Publikationen im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement.

Viel Spaß und danke fürs Zuhören!

Sie haben Fragen?

Gerne stehen Ihnen Johanna Heidenreich und ihre Kolleg:innen persönlich für Ihre Fragen zur Verfügung.


Hier finden Sie unsere Folgen aus Staffel 1:


Johanna Heidenreich

Podcast Host und 
Nachhaltigkeitsberaterin bei BDO
johanna.heidenreich@bdo.at

Dürfen wir Ihnen außerdem unser Klimarisiko-Tool vorstellen?

Mehr zum Climate Risk Assessment finden Sie mit einem Klick gleich hier.