Use Case: Ein mittelständischer Hersteller spezialisierter Fertigungsmaschinen sieht sich mit einem strukturellen Wettbewerbsnachteil konfrontiert.

Drei Handlungsoptionen standen zur Debatte - ohne Quantifizierung war keine davon vertretbar.

Ausgangssituation

Jahresumsatz:        ~ EUR 40 Mio.


EBITDA-Marge:       14% - 9%


Lieferantenkonzentration: 68%
(1 Lieferant)

Wettbewerbsdruck

Ein europäischer Mitbewerber hat seinen Hauptlieferanten akquiriert und produziert seither strukturell 23% günstiger. 
Der Kostenvorteil ist dauerhaft und kann durch operative Maßnahmen allein nicht kompensiert werden.

Bereits eingetreten

Verlust von zwei Großkunden infolge des Preisdrucks - kumulierter Umsatzausfall von EUR 6,2 Mio. innerhalb von 18 Monaten.


A - Preisreduktion - Verworfen

EBITDA-Marge (Jahr 2):  3,5%


Kumulierter Ergebniseffekt: - EUR 4,4 Mio.


Lieferantenrisiko: Unverändert



Preisführerschaft gegen einen vertikal integrierten Wettbewerber ist strukturell nicht zu gewinnen. Die Markenpositionierung wird dauerhaft geschwächt.



B - Vertikale Integration - Teilvariante

Investitionsbedarf: EUR 4,8 Mio. CapEx


Break-Even Eigenproduktion: 26 Monate


EBITDA-Marge (Jahr 3): 16,5%



Vollständige Integration überdehnt Ressourcen und Kernkompetenz. Als selektive Teilstrategie für kritische Komponenten sinnvoll.



C - Dual Sourcing & Premiumstrategie *Empfohlen

Gesamtinvestition: EUR 1,1 Mio.


EBITDA-Marge (Jahr 2): 13,8%


Preiserhöhungspotenzial: 7-9%



Die Lieferantenbasis auf drei Partner diversifizieren und gleichzeitig die Qualitätsmarke als Preishebel aktivieren - statt in den reinen Preiswettbewerb einzutreten.



Kernerkenntnis der Analyse

Option A erschien zunächst als naheliegende Reaktion und wäre ohne strukturierte Analyse mit hoher Wahrscheinlichkeit gewählt worden. Der entscheidende Unterschied zwischen Szenario A und C liegt jedoch in einem Betrag von EUR 3,3 Mio. sowie in der langfristigen Marktpositionierung.