Mit People Analytics zur Data-Driven HR


Veröffentlicht: 
Ansprechperson(en): Martin Reisenauer
People Analytics macht sichtbar, was in Unternehmen oft versteckt bleibt: die aus dem Zusammenspiel von Menschen entstehenden Dynamiken, Wechselwirkungen und manchmal auch blinden Flecken, die trotz interpersonalem Bezug einen ausschlaggebenden Einfluss auf Unternehmensentscheidungen haben. Durch die systematische Sammlung, Erhebung und Auswertung von Mitarbeiter:innendaten werden diese Muster greifbar, verständlich und damit auch steuerbar. So können Risiken frühzeitig erkannt sowie Entwicklungen und Chancen durch gezielte Maßnahmen positiv beeinflusst werden.
 

BDO People Analytics Map: Die Orientierung in der Welt der HR-Kennzahlen

Die Zahl an möglichen HR-Kennzahlen ist nahezu unbegrenzt, wenn in der Realität auch häufig ungenutzt. Hier kommen unsere BDO People Analytics Maps ins Spiel: Sie helfen dabei, die Anzahl an Kennzahlen erfolgreich zu navigieren. Dies ermöglicht nicht nur die Orientierung anhand thematischer Cluster, sondern zeigt auch auf, mit welchen Kennzahlen welche Dimensionen des Employee Life Cycle messbar sind. Erst so werden die Zusammenhänge mit anderen Kennzahlen und die Auswirkungen auf eben diese sichtbar.


 

 Wichtig: Die Auswahl der richtigen Kennzahlen 

Für Unternehmen ist es entscheidend, die Auswahl der HR-Kennzahlen strukturiert anzugehen. Drei Leitfragen helfen dabei:
  1. Relevanz - Welche Kennzahlen sind für die Problemstellung und den Kontext relevant und aussagekräftig? 
  2. Datenbasis – Stehen die notwendigen Daten überhaupt zur Verfügung?
  3. Datenqualität – Sind die vorhandenen Daten vollständig, konsistent und belastbar?

Klar ist: Der Wert von People Analytics entsteht nicht durch die Menge an Kennzahlen, sondern durch die richtige Auswahl und gezielte Nutzung dieser. So schafft People Analytics eine quantifizierbare Sicht auf menschliche Aspekte im Unternehmen und liefert dadurch die Basis für data-driven HR. Das Personal betreffende Entscheidungen werden dadurch steuerbar und messbar – kurz gesagt, sie werden einfacher. 
 

Success Story: Der Einsatz von People Analytics im Transformationsprozess

Wie schaut das ganze nun im echten Leben aus? Ein einfaches Beispiel dient hier als Einblick in die Realität von People Analytics:

Ein mittelständisches Unternehmen aus der Handelsbranche in Österreich stand vor der Herausforderung, die Leistungsfähigkeit und Effizienz seiner Buchhaltungsabteilung zu steigern. Gemeinsam wurde die Abteilung und deren Prozesse transformiert – nur um später festzustellen, dass sich die Akzeptanz der Maßnahmen zur Prozessoptimierung als relativ gering entpuppte. Unsere Vermutung, dass dies an einer allgemein herrschenden Unzufriedenheit im Team statt an den eigentlichen Maßnahmen liegen könnte, wollten wir nun greifbar bestätigen. 

Also haben wir mit People Analytics den Versuch gestartet, diesen im Transformationsprozess zentralen Faktor messbar zu machen. Mithilfe unserer People Analytics Map konnten wir dem Kunden schnell dazu verhelfen, jene Kennzahlen zu identifizieren, die mit der Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen in Verbindung standen und auf diese wirkten. Der nächste Schritt: die Entwicklung eines Mitarbeiter:innenzufriedenheitindexes, zusammengesetzt aus den relevanten Kennzahlen wie z.B. Fluktuationsrate, Überstundenquote sowie Ergebnisse einer bestehenden Mitarbeiter:innenumfrage des Unternehmens. Die Erstellung des Zufriedenheitsindex führte zu der Feststellung, dass eine wesentliche Datenquelle erhebliche Lücken aufwies. Diese wurden bewusst ausgeschlossen. Dem Unternehmen konnten wir dadurch aufzeigen, wie es Zwischenräume zukünftig konsistent füllen und belastbar aufbauen kann. Ebenfalls konnten die Führungskräfte durch individuelle Dashboards die Zufriedenheit ihres Teams in Echtzeit verfolgen und somit bei Bedarf akut reagieren.

Das Ergebnis: Durch die Einbindung von People Analytics konnten wir vorausschauend intervenieren und die Maßnahmen adaptieren. Diese wurden somit immer mehr von den Mitarbeitenden angenommen und umgesetzt. Ein schöner Nebeneffekt: Über die Zeit kam es auch zu einem positiven Einfluss der optimierten Prozesse auf die Zufriedenheit, sozusagen als Nachweis für die Wirksamkeit der Maßnahmen.

Die Mitarbeiter:innenzufriedenheit wurde durch die HR quantifiziert und greifbar gemacht – ein entscheidender und strategisch relevanter Schritt. Die Belegschaft kann nun die Veränderung aktiv mit sich tragen und so nachhaltigen Erfolg in der Buchhaltungsabteilung fördern. 
 

Autorinnen: 

 
Anja Doupnik

anja.doupnik@bdo.at
+43 5 70 375 - 1768
      Sonja Liebing

sonja.liebing@bdo.at
+43 5 70 375 - 1081

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