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BFH-Judikaturwende bringt Erleichterung beim Vorsteuerabzug

09 August 2018

Eine Rechnung muss für den Vorsteuerabzug eine Anschrift des leistenden Unternehmers enthalten, unter der er postalisch erreichbar ist. Wie der BFH nun in zwei Fällen unter Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung entschieden hat, ist es nicht mehr erforderlich, dass die Rechnung weitergehend einen Ort angibt, an dem der leistende Unternehmer seine Tätigkeit ausübt. Die Rechtsprechungsänderung beruht auf dem Urteil des EuGH vom 15. 11. 2017, verb Rs C-374/16 und C-375/16, Geissel und Butin, das auf Vorlage durch den BFH ergangen ist. Die Rechtsprechungsänderung ist für Unternehmer, die nach ihrer Geschäftstätigkeit zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, von großer Bedeutung. Die Frage, ob bei der Inanspruchnahme des Vorsteuerabzugs ordnungsgemäße Rechnungen vorliegen, ist bei ihnen regelmäßig Streitpunkt in Außenprüfungen. Die neuen Urteile des BFH haben auch Auswirkungen auf Österreich und werden die Inanspruchnahme des Vorsteuerabzugs erleichtern (BFH 21. 6. 2018, V R 25/15; 21. 6. 2018, V R 28/16).