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Aktuelles:

Gewinnausschüttungen an Gesellschafter-Geschäftsführer ab 2019 sozialversicherungspflichtig!

02 März 2020

Gewinnausschüttungen an Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH unterliegen seit jeher der Beitragspflicht nach dem GSVG, sofern aufgrund dieser Tätigkeit nicht schon eine ASVG-Pflichtversicherung vorlag. Dies wurde bisher allerdings nicht vollzogen, weil es keine Rechtsgrundlage für den Datenaustausch zwischen den Finanzbehörden und der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) gab. Bereits seit 1.1.2016 müssen jedoch Ausschüttungen an GSVG-pflichtige Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH verpflichtend bei der Kapitalertragsteueranmeldung angegeben werden.

Nun wurde die Rechtsgrundlage für die Durchführung dieses Datenaustauschs zwischen den Finanzbehörden und der SVS per Verordnung (BGBl II 38/2020) geschaffen. Folgende Daten aus der Kapitalertragsteueranmeldung werden der SVS künftig elektronisch zur Verfügung gestellt:

  • Sozialversicherungsnummer des GSVG-pflichtigen Gesellschafter-Geschäftsführers
  • Name des GSVG-pflichtigen Gesellschafter-Geschäftsführers
  • Bruttobetrag der Gewinnausschüttung

Damit ist die SVS durch den Datenaustausch nunmehr auch faktisch in der Lage, für zugeflossene Gewinnausschüttungen die entsprechenden Sozialversicherungsbeträge den Gesellschafter-Geschäftsführern vorzuschreiben. Dies gilt rückwirkend für Gewinnausschüttungen, die seit 1.1.2019 zugeflossen sind. Es ist damit zu rechnen, dass die SVS die Nachverrechnung bis zur Höchstbeitragsgrundlage ab Rechtskraft der Einkommensteuerbescheide durchführen wird. Dies betrifft insbesondere jene Gesellschafter-Geschäftsführer, denen eine relative niedrige Vergütung, aber hohe Gewinnausschüttungen ausbezahlt wurden.